QUEERE KREUZZÜGE

Wir freuen uns sehr, dass unser Antrag für den Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes “Queere Kreuzzüge” mit den Partnern Kampnagel Hamburg, dem Theater Lüneburg und HAU Hebbel am Ufer bewilligt wurde. Wir werden in den kommenden beiden Spielzeiten (2018/19 und 2019/20) an diesen Orten produzieren und präsentieren und blicken voller Enthusiasmus auf diese kommende Zusammenarbeit und Partnerschaft.

Mit Doppelpass bietet sich mir die konsequente Erweiterung der queeren Arbeitsweise, in dem sie sich im Dazwischen ansiedelt und ich mit Kampnagel und dem Theater Lüneburg in zwei grundverschiedenen Theaterstrukturen arbeiten werde. Anders als in der mir vertrauten Umgebung freier Produktionshäuser in urbaner Umgebung, stellt mich die Kooperation mit Lüneburg vor grundsätzlichere Fragestellungen im Umgang mit Publikum und Themenvermittlung. Das Thema Queer und seine Praxis werde ich zum ersten Mal im Spielplan des Theaters setzen, dadurch ergeben sich neue Dialoge mit den Zuschauer*innen und Akteuren der Stadt. Daher wird die Community Arbeit einen wichtigen Teil der Kollaboration ausmachen. Auch in Hamburg ist das Thema bei weitem noch nicht auf dem Mainstream-Niveau, wenngleich auf Kampnagel bereits ein integraler Bestandteil des programmatischen Denkens und Programms. Es gilt insgesamt ein Zeichen zu setzen und andere Wissensgenerierungen zugänglich zu machen und mit öffentlichen Workshops und Arbeitsformaten zur Sensibilisierung des Themas beizutragen. In diesem Sinne haben die „queeren Kreuzzüge“ die politische und ästhetische Aufgabe, zwischen den Systemen und den Publika zu vermitteln.

In den zwei Jahren werden zwei tourfähige Produktionen entstehen, welche nicht nur das kulturelle Erbe Europas thematisieren, sondern auch die Traditionen europäischer Theaterhäuser hinterfragen.

Wir beginnen in der Spielzeit 2018/ 19 mit „Melancholia. Eine queere Oper“ auf Kampnagel, und fahren in der Spielzeit 2019/ 20 mit „Queer Iberia“ in Lüneburg, im Libeskind Auditorium der Leuphana Universität fort. Beide Stücke werden auch  im HAU Hebbel am Ufer Berlin als Gastspiel gezeigt. Mit beiden Stücken fordern wir die jeweiligen Theaterstrukturen heraus und bieten ihnen Formate an, die nicht zwangsläufig Teil ihres gewohnten Programms sind: eine Oper auf Kampnagel und ein Site-Specific Projekt am Stadttheater in Lüneburg.

gefördert im Fonds Doppelpass der

 

 

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